Demo­kra­tie­bil­dung

Demo­kra­tie­bil­dung am RGE – gemein­sam Ver­ant­wor­tung übernehmen

Demo­kra­tie lebt davon, dass Men­schen mit­re­den, mit­ge­stal­ten und für­ein­an­der Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Des­halb ist Demo­kra­tie­bil­dung am Raich­berg-Gym­na­si­um (RGE) ein wich­ti­ger Bestand­teil unse­res Schul­le­bens. Wir möch­ten unse­re Schüler*innen nicht nur auf ihrem Bil­dungs­weg beglei­ten, son­dern sie auch dar­in stär­ken, ihre Rech­te und Pflich­ten zu ken­nen, unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven zu respek­tie­ren und sich aktiv für ein wert­schät­zen­des Mit­ein­an­der einzusetzen.

Unser Ziel ist es, Demo­kra­tie nicht nur als Unter­richts­the­ma zu behan­deln, son­dern sie im Schul­all­tag erleb­bar zu machen – in der Klas­sen­ge­mein­schaft, bei gemein­sa­men Pro­jek­ten und durch das Enga­ge­ment unse­rer Schüler*innen.

Demo­kra­tie ler­nen – Demo­kra­tie leben

Der Bil­dungs­plan Baden-Würt­tem­berg macht deut­lich: Jun­ge Men­schen sol­len befä­higt und ermu­tigt wer­den, selbst­ver­ant­wort­lich und demo­kra­tisch zu han­deln. Demo­kra­tie­bil­dung ist dabei kei­ne Auf­ga­be eines ein­zel­nen Unter­richts­fa­ches, son­dern ein gemein­sa­mer Auf­trag der gesam­ten Schu­le. Sie ver­bin­det Wis­sen über poli­ti­sche, his­to­ri­sche und gesell­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge mit der Erfah­rung, selbst mit­ge­stal­ten zu kön­nen. Auch die Leit­per­spek­ti­ve „Bil­dung für Tole­ranz und Akzep­tanz von Viel­falt“ unter­streicht die Bedeu­tung eines respekt­vol­len Umgangs mit unter­schied­li­chen Lebens­wei­sen und Perspektiven.

Demo­kra­tie­bil­dung am RGE – viel­fäl­tig und lebendig

Wir set­zen uns für eine Schu­le ein, in der alle Men­schen respek­tiert wer­den und Aus­gren­zung kei­nen Platz hat. Nach der Aus­ein­an­der­set­zung mit ras­sis­ti­schen und que­er­feind­li­chen Vor­fäl­len ent­stand eine enga­gier­te Initia­tiv­grup­pe. Gemein­sam mit der Schul­ge­mein­schaft haben wir uns auf den Weg gemacht, Teil des Netz­werks „Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge“ zu wer­den. Die gro­ße Zustim­mung zur Selbst­ver­pflich­tung bestärkt uns dar­in, die­sen Weg gemein­sam wei­ter­zu­ge­hen. Im Novem­ber ist es dann end­lich so weit, wir wer­den unter­stützt durch unse­re Paten (Frau Nico­le Raza­vi und Herrn Han­nes Wege­le) fei­er­lich ins Netz­werk aufgenommen.

 
Tag der Viel­falt – gemein­sam unterschiedlich

Ein beson­de­rer Höhe­punkt ist unser Pro­jekt­tag „Tag der Viel­falt“. In Work­shops, Pro­jek­ten und Begeg­nun­gen set­zen sich unse­re Schüler*innen mit Viel­falt, Empower­ment und Demo­kra­tie aus­ein­an­der. Gemein­sam mit exter­nen Referent*innen schaf­fen wir Raum für neue Per­spek­ti­ven, per­sön­li­che Begeg­nun­gen und die Fra­ge, wie wir unse­re Schu­le und Gesell­schaft respekt­voll und offen gestal­ten können.

 
Demo­kra­tie-AG – Ideen ent­wi­ckeln und aktiv werden

In unse­rer Demo­kra­tie-AG beschäf­ti­gen sich Schüler*innen mit aktu­el­len gesell­schaft­li­chen Fra­gen, demo­kra­ti­schen Wer­ten und Mög­lich­kei­ten, selbst etwas zu bewe­gen. Sie ent­wi­ckeln eige­ne Ideen, pla­nen Aktio­nen und gestal­ten das Schul­le­ben aktiv mit. So wird Demo­kra­tie nicht nur bespro­chen, son­dern gemein­sam gestal­tet. Lang­fris­tig ist in die­sem Sin­ne auch die Aus­bil­dung von Men­to­ren und Men­to­rin­nen ange­dacht, die jün­ge­re Schüler*innen ganz im Sin­ne der ehe­ma­li­gen Streit­schlich­ter unterstützen.

Klas­sen­rat und Klas­sen­stun­de – gehört wer­den und mitentscheiden

Im Klas­sen­rat und in den Klas­sen­stun­den ler­nen unse­re Schüler*innen, Anlie­gen ein­zu­brin­gen, gemein­sam Lösun­gen zu ent­wi­ckeln und Kon­flik­te kon­struk­tiv zu bear­bei­ten. The­men wie Zusam­men­halt, Viel­falt, gegen­sei­ti­ger Respekt und demo­kra­ti­sches Mit­ein­an­der fin­den hier ihren Platz. Die Kin­der und Jugend­li­chen erfah­ren: Jede Stim­me zählt, und Ver­ant­wor­tung beginnt im eige­nen Umfeld.

SMV – Schu­le gemein­sam gestalten

Unse­re Schü­ler­mit­ver­ant­wor­tung (SMV) bie­tet Schüler*innen die Mög­lich­keit, ihre Inter­es­sen zu ver­tre­ten und das Schul­le­ben aktiv mit­zu­ge­stal­ten. Bei Aktio­nen, Pro­jek­ten und Spen­den­in­itia­ti­ven über­neh­men sie Ver­ant­wor­tung, orga­ni­sie­ren gemein­sam und erle­ben, wie aus Ideen kon­kre­te Ver­än­de­run­gen ent­ste­hen kön­nen. Das digi­ta­le Betei­li­gungs­kon­zept aula soll die Schul­ge­mein­schaft in naher Zukunft unterstützen.

 
Vie­le klei­ne Pro­jek­te – gro­ße Wirkung

Demo­kra­tie­bil­dung zeigt sich auch in den vie­len klei­nen Aktio­nen unse­res Schul­all­tags: in Pro­jek­ten zu Zivil­cou­ra­ge und Men­schen­rech­ten, in gemein­sa­men Initia­ti­ven für ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der und in der Mög­lich­keit, eige­ne Ideen ein­zu­brin­gen. Jede die­ser Erfah­run­gen trägt dazu bei, dass unse­re Schüler*innen demo­kra­ti­sche Wer­te ken­nen­ler­nen und im All­tag leben.

Viel­falt fei­ern – Tole­ranz leben

Viel­falt gehört zu unse­rer Schul­ge­mein­schaft. Am RGE set­zen wir uns dafür ein, dass sich alle Schüler*innen unab­hän­gig von Geschlecht, sexu­el­ler Ori­en­tie­rung, Her­kunft, Reli­gi­on oder Lebens­wei­se will­kom­men und respek­tiert füh­len. Dabei geht es uns nicht nur dar­um, Unter­schie­de zu ken­nen, son­dern Offen­heit, Empa­thie und gegen­sei­ti­gen Respekt im Schul­all­tag zu leben.

Ein sicht­ba­res Zei­chen dafür war unse­re Pri­de-Akti­on am RGE, orga­ni­siert durch die Mit­glie­der der Demo­kra­tie-AG. Unter dem Mot­to „gemein­sam unter­schied­lich“ haben wir uns mit Geschlechts­iden­ti­tä­ten, sexu­el­len Ori­en­tie­run­gen und quee­ren Lebens­wei­sen beschäf­tigt, State­ments und Infor­ma­tio­nen sicht­bar gemacht und mit ver­schie­de­nen Aktio­nen Raum für Aus­tausch und Empower­ment geschaffen.

Und weil Viel­falt für alle da ist, gab es für die gesam­te Schul­ge­mein­schaft eine klei­ne, süße Über­ra­schung: Eis für alle!

Auch über beson­de­re Akti­ons­ta­ge hin­aus grei­fen wir Fra­gen rund um Viel­falt, Tole­ranz und Dis­kri­mi­nie­rung in unse­ren Klas­sen­stun­den, im Klas­sen­rat, in Pro­jek­ten und im Schul­all­tag auf. Wir möch­ten unse­re Schüler*innen dar­in stär­ken, Vor­ur­tei­le zu hin­ter­fra­gen, Unter­schie­de aus­zu­hal­ten, für­ein­an­der ein­zu­ste­hen und Zivil­cou­ra­ge zu zeigen.

Denn Demo­kra­tie bedeu­tet für uns auch: Jede und jeder soll dazu­ge­hö­ren, gehört wer­den und die Mög­lich­keit haben, die Gemein­schaft mitzugestalten.

Gemein­sam für eine Schu­le, in der alle dazugehören

Demo­kra­tie­bil­dung ist für uns ein fort­lau­fen­der Pro­zess, an dem die gesam­te Schul­ge­mein­schaft betei­ligt ist. Wir möch­ten jun­ge Men­schen ermu­ti­gen, Fra­gen zu stel­len, unter­schied­li­che Mei­nun­gen aus­zu­hal­ten, Hal­tung zu zei­gen und Ver­ant­wor­tung zu übernehmen.

Denn wirR­GE­mein­sam bedeu­tet für uns: Jede und jeder ist Teil unse­rer Gemein­schaft – mit eige­nen Per­spek­ti­ven, Ideen und Mög­lich­kei­ten, etwas zu bewegen.

So gestal­ten wir am RGE einen Schul­all­tag, in dem Demo­kra­tie, Viel­falt und gegen­sei­ti­ger Respekt nicht nur wich­ti­ge The­men sind, son­dern gemein­sam gelebt werden.

(Text: F. Prinz)