Prä­ven­ti­ons­kon­zept

Gemein­sam wach­sen – mit­ein­an­der Ver­ant­wor­tung übernehmen

„Wir gemein­sam“ – die­ses Leit­mo­tiv unse­res Leit­bilds steht für eine Schul­ge­mein­schaft, in der jede und jeder Ein­zel­ne Ver­ant­wor­tung über­nimmt und zum gemein­sa­men Mit­ein­an­der bei­trägt. Im Rah­men unse­rer Prä­ven­ti­ons­ar­beit möch­ten wir unse­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern Wer­te mit auf den Weg geben, die sie im Umgang mit sich selbst und ande­ren stärken.

Dazu gehö­ren ein respekt­vol­ler und wert­schät­zen­der Umgang, Welt­of­fen­heit und Tole­ranz sowie die Bereit­schaft, sich für ande­re und für die Gemein­schaft ein­zu­set­zen. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sol­len ler­nen, sich selbst und ihre Bedürf­nis­se wahr­zu­neh­men, die eige­nen Stär­ken zu erken­nen und Ver­ant­wor­tung für das eige­ne Han­deln zu über­neh­men. Gleich­zei­tig möch­ten wir sie dar­in unter­stüt­zen, ande­ren auf­merk­sam, empa­thisch und mit Ach­tung zu begeg­nen – unab­hän­gig von deren Her­kunft, Über­zeu­gun­gen oder Lebensweise.

Prä­ven­ti­on bedeu­tet für uns des­halb, jun­ge Men­schen in ihrer Per­sön­lich­keit zu stär­ken und sie zu einem selbst­be­stimm­ten, ver­ant­wor­tungs­vol­len und soli­da­ri­schen Han­deln zu befä­hi­gen. So schaf­fen wir gemein­sam die Grund­la­ge für ein Schul­kli­ma, in dem sich alle zuge­hö­rig, sicher und ange­nom­men füh­len. Wir gemein­sam.

Aktu­ell:

Im letz­ten Schul­jahr hat sich die über­wie­gen­de Mehr­heit der Schul­ge­mein­schaft dafür aus­ge­spro­chen, Teil des Netz­werks „Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge“ zu wer­den. Die Auf­nah­me in das Netz­werk „Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge“ macht unser Leit­mo­tiv „Wir gemein­sam“ sicht­bar und erleb­bar. Sie stärkt die gemein­sa­me Hal­tung unse­rer Schul­ge­mein­schaft, für Men­schen­wür­de, Gleich­wer­tig­keit und ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der ein­zu­tre­ten. Schü­le­rin­nen und Schü­ler wer­den dar­in bestärkt, Viel­falt als Berei­che­rung wahr­zu­neh­men, Dis­kri­mi­nie­rung zu erken­nen und cou­ra­giert zu handeln.

Die Mit­glied­schaft ist dabei nicht nur ein sicht­ba­res Zei­chen nach außen, son­dern eine dau­er­haf­te Selbst­ver­pflich­tung: Die gesam­te Schul­ge­mein­schaft setzt sich aktiv gegen Dis­kri­mi­nie­rung, Mob­bing und Gewalt ein und ent­wi­ckelt regel­mä­ßig gemein­sa­me Pro­jek­te und Aktio­nen. So ent­steht ein ver­bind­li­cher Rah­men, in dem unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler ler­nen, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, nicht weg­zu­se­hen und sich für ande­re einzusetzen.

Text: Mir­jam Grimme

Unse­re Schwer­punk­te im Überblick: 
Sozia­les Lernen: 

Seit Jah­ren schon bie­ten wir in den Klas­sen 5 und 6 sozia­les Ler­nen an, bei dem viel­fäl­ti­ge The­men der Prä­ven­ti­on behan­delt wer­den. Hier geht es um die Stär­kung der Per­sön­lich­keit, Kon­flikt­lö­sung und Gewalt­prä­ven­ti­on. Sozia­les Ler­nen fin­det in den Klas­sen 5 und 6 in der ein­stün­di­gen Klas­sen­leh­rer­stun­de (KLS) statt. „Seit der Ein­füh­rung von G9 im Schul­jahr 25/26“ wer­den die­se Aspek­te ergänzt durch Ele­men­te der Demo­kra­tie­bil­dung, wel­che den Kin­dern z.T. bereits aus der Grund­schu­le bekannt sind, z.B. der Klassenrat.

Um die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auch in der 7. Klas­se wei­ter­hin zu unter­stüt­zen, wird das Sozia­le Ler­nen in Modu­len an dafür reser­vier­ten Nach­mit­ta­gen durch­ge­führt. Die Schwer­punk­te lie­gen auf Sucht­prä­ven­ti­on: Essstörungen/ Mediensucht/ All­tags­süch­te, Poli­zei­li­che Auf­klä­rung über Inter­net­ge­fah­ren, Sexu­al­päd­ago­gik durch pro fami­lia, Schrit­te gegen Trit­te – Gewaltprävention.

Außer­dem wer­den die neu­en Fünft­kläss­le­rin­nen und Fünft­kläss­ler beglei­tet von aus­ge­bil­de­ten Paten aus der Klas­sen­stu­fe 9, um ihnen den Ein­stieg an unse­rer Schu­le zu erleich­tern.  Die­se Paten­schaf­ten schaf­fen eine enge Ver­bin­dung, sodass die jun­gen Schü­le­rin­nen und Schü­ler auch in den fol­gen­den Jah­ren bei Pro­ble­men ver­trau­ens­voll auf ihre Paten zuge­hen können.

Im Bio­lo­gie­un­ter­richt legen wir beson­de­ren Wert auf Gesund­heits- und Sucht­prä­ven­ti­on. The­men wie gesun­de Ernäh­rung, Krank­heits­ver­mei­dung und die Aus­ein­an­der­set­zung mit Ess­stö­run­gen wer­den hier behan­delt. Zudem neh­men unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler an Pro­jek­ten wie „Be smart – don’t start“ (Klas­se 8, ein Pro­jekt gegen den Ein­stieg ins Rau­chen) und dem „Grü­nen Kof­fer“ (Klas­se 7, Infos und Auf­klä­rung zum The­ma Can­na­bis) teil.

Der ver­ant­wor­tungs­vol­le Umgang mit digi­ta­len Medi­en, der in beson­de­rem Maße in den Fächern Infor­ma­tik und Medi­en­bil­dung und im Rah­men von Fort­bil­dun­gen erfolgt, ist ein wei­te­rer Schwer­punkt. Auch Eltern wer­den in Ver­an­stal­tun­gen über Risi­ken und Chan­cen digi­ta­ler Medi­en informiert.

Unse­re Schul­sa­ni­tä­te­rin­nen und ‑sani­tä­ter wer­den spe­zi­ell aus­ge­bil­det und bei gesund­heit­li­chen Pro­ble­men der Schü­le­rin­nen und Schü­ler im Schul­all­tag ein­ge­setzt. Zudem ver­su­chen wir für die Klas­sen 7 bis 10 jähr­lich die Fort­bil­dung „Leben ret­ten Leben“ anzu­bie­ten, um alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler in lebens­ret­ten­den Maß­nah­men zu schulen.

Die Schul­so­zi­al­ar­beit ist eine wich­ti­ge Säu­le unse­res Prä­ven­ti­ons­kon­zepts. Ver­trau­ens­vol­le Ansprech­part­ne­rin­nen und Ansprech­part­ner ste­hen den Schü­le­rin­nen und Schü­lern bei Pro­ble­men zur Seite.

Außer­schu­li­sche Part­ner wie das Klas­sen­zim­mer­thea­ter (WLB Ess­lin­gen) oder die Poli­zei wer­den regel­mä­ßig in den Unter­richt ein­ge­bun­den. Sie ver­mit­teln alters­ge­rech­te The­men wie Zivil­cou­ra­ge, Medi­en­ge­fah­ren, Dro­gen oder sexua­li­sier­te Gewalt.